Pflegehelfer werden: Voraussetzungen, Ausbildung und Einstieg in die Pflege
Sie möchten in die Pflege einsteigen? Als Pflegehelferin oder Pflegehelfer geht das schnell – mit oder ohne Ausbildung. Wir zeigen die Wege in den Beruf und was sich ab 2027 mit der neuen Pflegefachassistenz ändert.
Inhalt dieses Artikels
- Was macht eine Pflegehelferin oder ein Pflegehelfer?
- Weg 1: Einstieg als ungelernte Pflegehilfskraft
- Weg 2: Ausbildung in der Pflegehilfe
- Neu ab 2027: die bundeseinheitliche Pflegefachassistenz
- Weg 3: Weiter zur Pflegefachkraft
- Arbeiten als Pflegehelfer bei Kemmler Personalprojekte
- Häufige Fragen
- Fazit
Pflege ist ein Beruf mit Zukunft – und der Einstieg ist leichter, als viele denken. Als Pflegehelferin oder Pflegehelfer unterstützen Sie Pflegefachkräfte bei der Versorgung von Menschen in Pflegeheimen, Kliniken und ambulanten Diensten. Hier erfahren Sie, welche Wege in den Beruf führen und was sich ab 2027 ändert.
Was macht eine Pflegehelferin oder ein Pflegehelfer?
Pflegehelferinnen und Pflegehelfer arbeiten eng mit Pflegefachkräften zusammen. Typische Aufgaben sind:
- Unterstützung bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden und bei der Mobilisation
- Hilfe bei den Mahlzeiten und beim Trinken
- Betten und Lagern, Begleitung im Alltag
- Beobachten des Befindens und Weitergeben von Veränderungen an die Fachkraft
- Je nach Qualifikation einfache behandlungspflegerische Tätigkeiten
Welche Aufgaben Sie genau übernehmen dürfen, hängt von Ihrer Qualifikation und den Vorgaben der Einrichtung ab.
Weg 1: Einstieg als ungelernte Pflegehilfskraft
In vielen Einrichtungen können Sie auch ohne Ausbildung als Pflegehilfskraft beginnen. Häufig gibt es dafür einen Basiskurs, zum Beispiel als Pflegebasiskurs oder Betreuungskraft-Qualifizierung. So sammeln Sie erste Erfahrung und finden heraus, ob der Beruf zu Ihnen passt.
Wichtig sind vor allem Einfühlungsvermögen, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und gute Deutschkenntnisse, damit Sie sich mit Bewohnern, Patienten und Kollegen verständigen können.
Weg 2: Ausbildung in der Pflegehilfe
Mit einer abgeschlossenen Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflegehilfe stehen Ihnen mehr Aufgaben und bessere Gehaltsmöglichkeiten offen. Bisher sind diese Ausbildungen landesrechtlich geregelt. Sie dauern in vielen Bundesländern etwa ein Jahr, unterscheiden sich aber je nach Bundesland in Dauer, Voraussetzungen und Bezeichnung.
Neu ab 2027: die bundeseinheitliche Pflegefachassistenz
Der Bundestag hat im Oktober 2025 das Gesetz zur Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung beschlossen. Es löst die bisher unterschiedlichen Ausbildungen der Länder ab. Die wichtigsten Eckpunkte:
- Start: ab 2027
- Dauer: in Vollzeit in der Regel 18 Monate, in Teilzeit länger. Mit einschlägiger Berufserfahrung ist eine Verkürzung möglich.
- Voraussetzung: in der Regel ein Hauptschulabschluss
- Inhalt: generalistisch, mit Einsätzen in der stationären Langzeitpflege, der ambulanten Pflege und im Krankenhaus
- Vergütung: Auszubildende erhalten eine Ausbildungsvergütung
Gut zu wissen: Wer heute schon als Pflegehilfskraft arbeitet, kann seine Erfahrung später unter Umständen für eine verkürzte Ausbildung nutzen. Es lohnt sich also, jetzt einzusteigen.
Weg 3: Weiter zur Pflegefachkraft
Viele Pflegehelferinnen und Pflegehelfer entscheiden sich nach einiger Zeit für die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Mit einer abgeschlossenen Pflegehilfe- oder Pflegefachassistenzausbildung kann die Fachkraftausbildung unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden.
Arbeiten als Pflegehelfer bei Kemmler Personalprojekte
Wir suchen laufend Pflegehelferinnen und Pflegehelfer sowie Krankenpflegehelfer mit einjähriger Ausbildung für Einrichtungen in der Region Bonn und Paderborn und bundesweit. Sie erhalten faire Vergütung, geregelte Arbeitszeiten und eine persönliche Ansprechperson ab dem ersten Gespräch.
Schauen Sie in unsere Stellen für Pflegehelfer (m/w/d) und Krankenpflegehelfer 1-jährig (m/w/d).
Häufige Fragen
Kann ich ohne Ausbildung in der Pflege arbeiten?
Ja, als Pflegehilfskraft ist ein Einstieg ohne Ausbildung in vielen Einrichtungen möglich – oft mit einem Basiskurs. Für mehr Verantwortung und ein höheres Gehalt lohnt sich später eine Ausbildung.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Pflegehelfer?
Bisher je nach Bundesland meist rund ein Jahr. Ab 2027 dauert die neue, bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung in Vollzeit in der Regel 18 Monate.
Brauche ich einen Lebenslauf, um mich bei Kemmler zu bewerben?
Nein. Ein kurzes Gespräch reicht. Wie das abläuft, lesen Sie im Artikel Bewerbung in der Pflege ohne Lebenslauf.
Fazit
Pflegehelferin oder Pflegehelfer zu werden, ist ein schneller und sinnvoller Einstieg in die Pflege – mit oder ohne Ausbildung. Ab 2027 sorgt die neue Pflegefachassistenz für einheitliche Standards in ganz Deutschland und eröffnet klare Wege bis zur Pflegefachkraft.
Stand: Oktober 2026. Details zur Pflegefachassistenzausbildung können sich durch Verordnungen der Länder und des Bundes noch konkretisieren.